Stand: 12. September 2026. Ein kostenloses Rechnungsprogramm ist 2026 nicht automatisch die beste Lösung für jeden Betrieb. Manche Angebote sind vollständig browserbasiert, andere begrenzen die Zahl der Rechnungen. Einige decken Buchhaltung und Mahnwesen ab. Rechnungstool setzt einen anderen Schwerpunkt: eine deutsche ZUGFeRD-Rechnung kostenlos im Browser oder direkt mit einem KI-Assistenten erstellen.
Rechnungstool veröffentlicht diesen Vergleich selbst. Deshalb stehen die Kriterien und Quellen offen. Es gibt keine Affiliate-Links, keine bezahlten Platzierungen und keinen fingierten Testsieg.
Die Kriterien
Verglichen wird nicht die gesamte Funktionsliste. Entscheidend sind fünf Fragen:
- Gibt es einen dauerhaft kostenlosen Einstieg?
- Ist für die erste Rechnung ein Konto nötig?
- Kann die Software strukturierte deutsche E-Rechnungen erstellen?
- Wie arbeitet man: Formular, komplette Buchhaltung oder KI-Assistent/MCP?
- Für welchen Bedarf ist das Angebot plausibel?
Preise sind Nettopreise pro Monat bei monatlicher Abrechnung, sofern die jeweilige Quelle nichts anderes ausweist. Aktionen können sich ändern.
Der Vergleich auf einen Blick
| Anbieter | Kostenloser Einstieg | Konto nötig? | E-Rechnung | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|---|
| Rechnungstool | kostenlos; keine Marketingzusage „unbegrenzt“ | nein für anonymen Komplettablauf | ZUGFeRD nach EN 16931 | minimaler Web- und KI-/MCP-Ablauf |
| sevdesk | 3 (E-)Rechnungen pro Monat | ja | ZUGFeRD und XRechnung | Rechnung, später Buchhaltung |
| Papierkram | kostenloser Tarif vorhanden | ja | E-Rechnungs-/XRechnungsformat laut Anbieter | Buchhaltung, Projekte, Zeiterfassung |
| Lexware Office | kein dauerhafter Gratis-Rechnungstarif auf der Preisseite | ja | ab Tarif M | breite Auftrags- und Buchhaltungsfunktionen |
| Rechnungslotse | 3 Rechnungen pro Monat, auch ohne Anmeldung | nein für den Einstieg; Konto für Erstellen per MCP | ZUGFeRD und XRechnung | Prüfen, Erstellen, Portal und MCP |
Rechnungstool: minimal und auf den Agentenablauf ausgelegt
Rechnungstool passt, wenn du eine deutsche EUR-Rechnung ohne umfangreiche Buchhaltungsoberfläche erstellen möchtest. Der anonyme Ablauf funktioniert ohne Rechnungstool-Konto. Im Browser werden Rechnungen strukturiert angelegt; über den öffentlichen MCP-Server kann ChatGPT oder Claude denselben Vorgang im Gespräch steuern.
Der entscheidende Unterschied ist nicht nur „kostenlos“. Kostenlose Formular-Generatoren und Gratis-Tarife gibt es mehrere. Rechnungstool kombiniert:
- anonyme Rechnungserstellung ohne Rechnungstool-Anmeldung,
- Finalisierung und ZUGFeRD-PDF direkt im Chat,
- 30 Tage Aufbewahrung im anonymen Arbeitsbereich,
- optionalen Account-Claim für Historie und wiederverwendbare Stammdaten,
- OAuth-Zugriff auf Profile, Kunden, Artikel und Rechnungen für Bestandskonten.
Rechnungstool ist damit unsere Empfehlung für den engen Bedarf „minimal + kostenlos + Agenten/MCP“. Wer Buchhaltung, Bankabgleich, Steuererklärungen, Mahnwesen oder ein großes Integrationsangebot sucht, sollte eine breitere Lösung prüfen.
sevdesk: kostenlos bis drei Rechnungen pro Monat
sevdesk bietet einen kostenlosen Tarif mit bis zu drei Rechnungen oder E-Rechnungen pro Kalendermonat. Kontakte sowie Produkte und Dienstleistungen lassen sich laut Anbieter unbegrenzt anlegen. Entwürfe zählen erst bei Fertigstellung.
Der Rechnungstarif kostet laut Produktübersicht 12,90 Euro netto pro Monat. Er ergänzt unter anderem unbegrenzte (E-)Rechnungen und Angebote, Zahlungserinnerungen, offene Rechnungen, DATEV-/ADDISON-Schnittstellen und persönlichen Support. Die breite Buchhaltungsstufe liegt darüber.
Passt gut für: Selbstständige, die mit einem Konto starten, wenige Rechnungen kostenlos schreiben und später in ein umfassenderes Rechnungs- oder Buchhaltungssystem wachsen möchten.
Papierkram: kostenloser Buchhaltungs-Einstieg
Papierkram wirbt mit einem kostenlosen Buchhaltungszugang. Die öffentliche Produktseite nennt Angebote, Projekte, Zeiterfassung, Kontaktverwaltung, Rechnungen und E-Rechnungen. Damit richtet sich das Angebot an Nutzer, die mehr betriebliche Abläufe in einer Oberfläche bündeln möchten.
Die frei zugängliche Landingpage weist nicht alle Tarifgrenzen in derselben Detailtiefe aus wie die sevdesk-Hilfeseite. Vor einer Entscheidung solltest du deshalb die aktuelle Tarifansicht im Registrierungsprozess prüfen.
Passt gut für: Selbstständige, die Rechnung, Projekt und Zeiterfassung stärker verbinden wollen und für den Einstieg ein Konto anlegen.
Papierkram: Produkt- und Tariflandingpage
Lexware Office: breiter Umfang ab Tarif M
Lexware Office trennt Belegerfassung und Rechnungsfunktionen nach Tarifen. Das Erstellen und Übermitteln von E-Rechnungen ist auf der Preisseite ab Version M aufgeführt. Sie kostet 12,90 Euro netto pro Monat. Zum Abrufzeitpunkt galt für die ersten drei Monate ein Aktionspreis von 6,45 Euro.
Zum Tarif gehören Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen. Höhere Stufen ergänzen Buchhaltung, EÜR, Umsatzsteuer, EU- und Abschlagsrechnungen sowie API-Funktionen. Lexware Office ist daher keine minimalistische Gratislösung, sondern ein breiterer betrieblicher Werkzeugkasten.
Passt gut für: Betriebe, die bewusst für Mahnwesen, Archivierung und einen größeren Auftrags-/Buchhaltungsumfang zahlen wollen.
Lexware Office: Preise und Versionsvergleich
Rechnungslotse: direkter MCP-Wettbewerber mit Prüfwerkzeugen
Rechnungslotse ist der direkteste Vergleich für KI-Assistenten. Der Anbieter dokumentiert einen öffentlichen MCP-Server mit Werkzeugen zum Prüfen und Lesen von E-Rechnungen. Sieben Prüfwerkzeuge laufen ohne Konto. Für das Erstellen echter Rechnungen per MCP wird ein verbundenes Konto benötigt.
Das kostenlose Kontingent umfasst drei Rechnungen pro Monat. Der Web-Einstieg funktioniert laut Anbieter auch ohne Anmeldung. Neben dem MCP-Ablauf bietet Rechnungslotse XRechnung, ZUGFeRD, Validierung, offene Posten und weitere Portal-Funktionen.
Passt gut für: Nutzer, die E-Rechnungen prüfen und erklären lassen wollen oder XRechnung zusätzlich zu ZUGFeRD brauchen.
Welches kostenlose Rechnungsprogramm passt zu wem?
- Eine Rechnung ohne Konto direkt im Chat: Rechnungstool.
- Bis zu drei Rechnungen und später breitere Buchhaltung: sevdesk.
- Projekt und Zeiterfassung neben der Rechnung: Papierkram prüfen.
- Umfangreiche bezahlte Auftrags- und Buchhaltungsfunktionen: Lexware Office.
- E-Rechnungen prüfen, XRechnung nutzen und MCP-Werkzeuge kombinieren: Rechnungslotse.
Die Wahl hängt nicht nur vom Preis ab. Prüfe Format, Rechnungsmengen, Nummernkreise, Export, Aufbewahrung, Steuerberatungsschnittstellen und den Aufwand eines späteren Systemwechsels.
Was dieser Vergleich nicht behauptet
Es gibt keinen allgemeinen Sieger. Rechnungstool ist nicht die richtige Wahl für vollständige Buchhaltung. Ein kostenloser Tarif ist nicht automatisch günstiger, wenn später Exporte, Support oder zusätzliche Abläufe fehlen. Und keine Software nimmt dir die Verantwortung ab, Rechnungsangaben und den konkreten steuerlichen Sachverhalt zu prüfen.
Kostenlose E-Rechnung ohne Konto
Wenn der enge Rechnungstool-Fall passt, kannst du im Browser starten oder ChatGPT über MCP verbinden.
Mit ChatGPT verbinden